Tatsächlich ist viel Zeit vergangen, seit der gefürchtete Drogenboss Pablo Escobar 1993 auf der Flucht von der Polizei erschossen wurde. In der Zwischenzeit gelang es zwar seinem Nachfolger Fabio Ocho, der als „internationaler Kokainkönig“ einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangte, das Medellin-Kartell noch einmal zu Rekordumsätzen von bis zu 30 Tonnen geschmuggelten Kokains pro Monat zu führen, doch die schlimmsten Zeiten könnten vorbei sein: Seit Ocho zusammen mit 31 weiteren Anführern verhaftet wurde, scheint es der Stadtverwaltung mit gezielten Kultur- und Architekturprojekten gelungen zu sein, das Ruder herumzureißen.

 

Jahrzehntelang glichen die Straßen der Stadt nach Einbruch der Dunkelheit einem Kriegsgebiet. Wer sich in gewissen Gegenden vor die Tür wagte, riskierte sein Leben. „Wir haben in einem Gefängnis gelebt“, sagte der kolumbianische Architekt Camilo Restrepo gegenüber dem Kunstmagazin „Monopol“ über seine Heimatstadt Medellin. „Was wir jetzt erleben, ist das Coming-out des öffentlichen Raums.“

Tatsächlich ist viel Zeit vergangen, seit der gefürchtete Drogenboss Pablo Escobar 1993 auf der Flucht von der Polizei erschossen wurde. In der Zwischenzeit gelang es zwar seinem Nachfolger Fabio Ocho, der als „internationaler Kokainkönig“ einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangte, das Medellin-Kartell noch einmal zu Rekordumsätzen von bis zu 30 Tonnen geschmuggelten Kokains pro Monat zu führen, doch die schlimmsten Zeiten könnten vorbei sein: Seit Ocho zusammen mit 31 weiteren Anführern verhaftet wurde, scheint es der Stadtverwaltung mit gezielten Kultur- und Architekturprojekten gelungen zu sein, das Ruder herumzureißen.