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27.10.06, 16:24
Sacha Baron Cohen plant Film mit "Bruno"Jetzt kommt der schwule Österreicher!
Während seine beinharte Comedydoku "Borat" bei uns noch nicht einmal angelaufen ist, plant Sacha Baron Cohen bereits den nächsten Streich. Demnächst soll ein Film mit einem anderen fiktiven Charakter in die Kinos kommen: Bruno, einem schwulen Reporter aus Österreich.
Eines muss man Sacha Baron Cohen (siehe oben mit seiner Freundin, der australischen Schauspielerin Isla Fisher) lassen: Er teilt die cinematografischen Angriffe seiner Alter Egos auf die Zuschauer und deren Lachmuskeln gut ein. Zuerst kam er: Ali G. Der Pseudorapper war in "Ali G in da House" erstmals auf der großen Leinwand zu sehen und setzte dort den Erfolg seiner TV-Show ohne Probleme fort.
Erfolg ohne Ende
Es folgte, was folgen musste: Ein Kinofilm mit Cohens zweiter Kunstfigur, Borat Sagdiyew. Die Erlebnisse des vermeintlichen kasachischen Fernsehstars in Amerika sorgten nicht nur für Begeisterung bei den Kritikern, sondern auch für diverse Skandale (siehe dazu Artikel im Kasten rechts) - und das sogar noch VOR der weltweiten Freigabe am 3. November. Klar ist aber, dass der Hype um Borat dermaßen groß ist, dass auch "der dritte Mann" aus Cohens Repertoire bald groß rauskommen wird. Und das wird wohl hierzulande für einige Aufregung sorgen.
Schwuler Reporter
Der verbliebene Charakter von Sacha Baron Cohen nennt sich Bruno bzw. Brüno und ist Mode-Reporter. Ein österreichischer Mode-Reporter. Ein schwuler österreichischer Mode-Reporter. Und als solcher hat sich Cohen in seiner TV-Serie "The Ali G. Show" schon einiges einfallen lassen. Egal, ob er beim Square-Dancing auf konservative Amerikaner oder beim Rock-Konzert auf betrunkene Skinheads trifft, Bruno sch***t sich überhaupt nichts, brät diverse Männer an oder befragt sie nach ihren homsexuellen Neigungen. Nicht selten entging der "Österreicher" der einen oder anderen körperlichen Attacke nur aufgrund der anwesenden TV-Kamera.
42 Millionen für Bruno
Wie der "Hollywood Reporter" nun berichtet, hat Universal Pictures schon jetzt Cohen ein Angebot von über 42 Millionen Dollar vorgelegt, um die Rechte an einer Bruno-Verfilmung zu erhalten. Aber auch andere Produktionsfirmen wie DreamWorks, Sony, 20th Century Fox und Warner Bros. sollen im Rennen sein. Wie dieses auch immer ausgehen mag, sicher ist, dass es nur mehr eine Frage der Zeit ist, bis die "Stimme des österreichischen Jugendfernsehens", wie sich Bruno selbst nennt, weltweit in die Kinos kommt.
Man darf gespannt sein, wie das offizielle Österreich reagieren wird, wenn der schwule "Einheimische" die Alpenrepublik in einem schiefen Licht erscheinen lässt ... bzw. in einem rechten Licht, denn Sacha Baron Cohen schreckt natürlich auch nicht davor zurück, seinem Alias den Touch eines Nazi-Sympathisanten zu verleihen. Freuen wir uns darauf!
(mir/Foto: AP)
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