7. Juni 2007 - 19:27
Freiheit nach drei Tagen

Freiheit nach drei Tagen

Und da soll noch einer sagen, es gäbe keinen Promibonus: Nach nur drei Tagen im Gefängnis ist Paris Hilton bereits wieder frei. Auch wenn sie mit elektronischer Fußfessel unter Hausarrest steht - die Wogen gehen nach der vorzeitigen Entlassung hoch.

Nein, es wird keinerlei Erleichterung für sie geben. Ja, sie wird die vollen 23 Tage hinter Gittern verbringen müssen. Nein, sie werde nicht bevorzugt behandelt. Die Aussagen des zuständigen Sheriffbüros im Vorfeld von Paris Hiltons Gefängnisstrafe waren eindeutig. Doch nun ist klar: sie waren auch voreilig. Ja, Hilton bekommt derzeit keinerlei Vergünstigungen in Haft ... denn sie befindet sich bereits wieder zuhause.
Kurz vorm Zusammenbruch
Wie TMZ.com berichtet, wurde die Entscheidung über die Haftentlassung der Hotelerbin aufgrund eines medizinischen Gutachtens getroffen. Genauer gesagt: aufgrund eines psychologischen Gutachtens. Der Psychiater Charles Sophy untersuchte Hilton zweimal während ihres Gefängnisaufenthalts. Das Ergebnis: Die 26-Jährige stehe kurz vor einem Nervenzusammenbruch; ein weiterer Aufenthalt hinter Gittern sei nicht zumutbar.
Warum Paris dann nicht einfach in die Krankenanstalt des Gefängnisses verlegt wurde, ist nicht bekannt. Tatsache ist, sie wurde am 7. Juni um 2:00 Früh mit einer elektronischen Fußfessel nach Hause gebracht. Somit verbrachte sie nicht einmal vier Tage in der Zelle. Ein Justizskandal?
Polizei ist empört
Die Aufregung ist jedenfalls groß, seit die frühzeitige Entlassung gemeldet wurde. Auch wenn Hilton die Restdauer ihrer Strafe unter Hausarrest steht, kommt die Entscheidung einer echten Freilassung doch ziemlich nahe. Steve Remige, der Präsident der Sheriff-Vereinigung von Los Angeles, zeigte sich empört: "Jeden Tag befinden sich Tausend weibliche Häftlinge in Gewahrsam. Warum wird ausgerechnet eine von ihnen völlig überraschend bevorzugt behandelt? Das ist ja nicht das erste Mal, dass sowas passiert. Man erinnere sich nur an Mel Gibson." Der Hollywood-Star war nach seiner Trunkenheit am Steuer ebenfalls glimpflich davon gekommen.
Interessantes Detail: Psychiater Sophy war es auch, der auch kurz vor Hiltons Inhaftierung schon eine Diagnose zugunsten des Party-Girls gestellt hatte. Er erklärte Paris für nicht fähig, in einem weiteren Prozess gegen sie vor Gericht zu erscheinen. Sie sei aufgrund des Hafturteils psychisch am Ende, so der Psycho-Doktor (siehe Artikel dazu).
Was meinen Sie? Waren drei Tage Haft für Paris genug? Posten Sie unten Ihre Meinung, wir freuen uns darauf!
(mir/Foto: AP)
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