09.01.2017
Jetzt schießt Donald Trump zurück

Kampf der Giganten

Donald Trump und Meryl Streep werden wohl keine Freunde mehr werden

Mit ihrer Dankesrede berührte Meryl Streep heute Nacht nicht nur die ganze Welt, sondern traf scheinbar auch gleich einen wunden Punkt bei Donald Trump.

"Es gab eine Szene in diesem Jahr, die mich verblüfft hat", sagte Hollywood-Star Meryl Streep (67). "Nicht weil sie gut war, aber weil sie effektiv war." Sie meinte damit den Mann, der bald das wichtigste Amt der Welt innehat. "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle."

 

 

Streep sprach von jener Szene, als Donald Trump in einer Wahlkampfrede die Bewegungen eines körperlich Behinderten nachgeäfft habe. "Diese Szene hat mein Herz gebrochen. Denn sie passierte nicht im Film – sondern im realen Leben", sagte Streep, die in ihrer Dankesrede für den Cecil B. DeMille-Award sehr politisch wurde. "Dieser Instinkt, andere zu demütigen – wenn es von jemandem in der Öffentlichkeit vorgemacht wird, von jemand Mächtigem –, zieht sich in den Alltag von uns allen", sagte die 67-jährige Streep. "Respektlosigkeit animiert zu Respektlosigkeit. Gewalt animiert zu Gewalt."

 

 

Der körperlich eingeschränkte Reporter heißt Serge Kovaleski und arbeitet bei der "New York Times". Trump zitierte damals einen Artikel Kovaleskis falsch, in dem er geschrieben haben soll, dass nach den Terroranschlägen von 9/11 "Tausende Muslime" gefeiert hätten.
Trump selber ließ Streeps Schelte an den Golden Globes natürlich kalt. Meryl Streep sei "eine Hillary-Freundin", sagte er der "New York Times" heute Morgen. Er habe die Verleihung der Golden Globes zwar nicht gesehen. Er sei aber schon früher von "liberalen Filmleuten" attackiert worden.

 

 

Um 12.27 Uhr kam dann die Breitseite: "Meryl Streep ist eine der am meisten überschätzten Schauspielerinnen Hollywoods", tippte Trump auf seinem Account. "Zum hundertsten Mal. Ich habe mich nie über einen behinderten Reporter lustig gemacht." Wer das Video von damals gesehen hat, hat Schwierigkeiten Trumps Version zu glauben.

 

 

Auch bei Golden-Globes-Moderator Jimmy Fallon (42) war Trump ein Thema. Die Amerikaner bräuchten sich nicht über eine korrekte Auszählung zu sorgen (Hillary hatte drei Millionen mehr Stimmen). «Alle Ergebnisse wurden zertifiziert von (der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) Ernst und Young und Putin.» (SDA/bö)  

 

Hier die Rede in ihrer vollen Pracht zum immer wieder anschauen.

 

 

 

(Christiana Ogun/ Fotos: Getty Images) 


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