Stefano Bernardin über seinen schweren Verlust:

Stefano Bernardin: Trauer nach dem Tod seines Vaters

22.08.2012
Stefano Bernardin: Trauer nach dem Tod seines Vaters

Mit dem Seitenblicke Magagzin sprach Stefano Bernardin erstmals über die enge Beziehung zu seinen Eltern und den überraschenden Tod seines Vaters.

Stefano Bernardin ist derzeit nicht nur auf einer Bühne im Einsatz: Er brilliert als „Bernardo“ in „Die Zähmung des Widerspenstigen“ in Asparn, spielt in „Macbeth“ in Perchtoldsdorf und arbeitet außerdem noch an zwei Stücken, die im September Premiere feiern: „Bunbury“ und „Sein oder Nichtsein“. Für uns hat er dennoch Zeit – für ein sehr persönliches Interview.

Seitenblicke: Hand aufs Herz: Wie viel von Ihnen steckt in Ihrer Rolle des Machos Bernardo in „Die Zähmung des Widerspenstigen“?
Stefano Bernardin: Ich denke, nicht so viel. Wobei ... als Single, der ich ja bin, fühle ich mich sehr wohl und sehne mich nicht nach einer Beziehung. Heiraten will ich auf keinen Fall, wie Bernardo.

Aber dafür sind Sie ein Familienmensch.
Ja, absolut! Ich bin sehr eng mit meiner Familie. Wir sind so eine richtige italienische Familie, wie sie im Buche steht. Meine Eltern waren 44 Jahre verheiratet. Leider ist mein Vater am 1. Juli verstorben.

Wie haben Sie diesen persönlichen Verlust erlebt?
Das Ganze war wie ein Film, ganz fremd. Direkt nach der Hochzeitsfeier von meinem besten Freund in Italien, wo ich Trauzeuge war, kam der Anruf meiner Schwester. Ich flog zurück und musste am selben Tag noch proben, denn drei Tage später hatte ich schon die Premiere von „Macbeth“. Das war ein Scheißmonat, irgendwie. Ich hatte ja am 29. Juli gleich die nächste Premiere. Also hab ich meine Mutter zu den Proben nach Asparn mitgenommen, um bei ihr zu sein. Aber realisiert habe ich das alles noch nicht. Der Tod meines Vaters bzw. die Leere, die er hinterlässt, schleicht sich abends ran, wenn ich alleine bin. Nach der Vorstellung im Auto oder zu Hause, wenn die Buben schlafen.

Das komplette, ganz persönliche Interview mit Stefano Bernardin lesen Sie im Seitenblicke Magazin 34/12.

(Sasa Schwarzjirg/Foto: Martin Hesz)

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Da ich Stefano sehr gut kenne und mir im September vergangenen Jahres etwas ähnliches passiert ist, kann ich gut verstehen wie er sich damals gefühlt hat. Wenn man einen geliebten Menschen verliert, hinterlässt das eine große Lücke und auch wenn jeder sagt, dass der Schmerz vorbei geht, wenn man alleine ist, denkt man doch an diesen Menschen und der Schmerz hört nie auf. Ich finde es einfach wahnsinnig toll wie Stefano, trotz seines schweren Verlustes, seiner Mutter auch noch Kraft gibt und seine Familie nicht in die Öffentlichkeit stellt. Ich bin froh darüber ihn zu kennen und er ist ganz einfach ein wahnsinnig netter, lustiger und einfühlsamer Mensch. Ich wünsch im noch viel Glück und Erfolg. Aber seine Freunde stehen ja hinter ihm ;-)
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